Wissen. Wahrnehmung. Vermittlung. Seite 88

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Inhalt

88 DIE TAGUNG WISSEN WAHRNEHMUNG VERMITTLUNG KULTURGESCHICHTE IN DER ÖFFENTLICHKEIT Als Resümee meines Vortrags möchte ich abschließend gerne die für mich wichtigsten Punkte künstlerischer Vermittlungs prozesse im Kontext von historisch politischer Bildung insbe sondere in Gedenkstätten zusammenfassen Das Ins Offene Arbeiten im Rahmen der politischen Bil dung in Gedenkstätten ist geprägt von vielfältigen Aspekten Es geht nicht alleine um Unterweisungswissen Es reicht meiner Ansicht nach nicht aus sich Gedanken darüber zu machen wie den Besuchern beziehungsweise Teilnehmern das Wissen beigebracht oder gar spielerisch untergejubelt werden kann wie sie dafür begeistert werden können Es geht vielmehr darum ihnen auch eine selbsttätige Erarbei tung von Informationen zu ermöglichen und ihnen vor allem genügend Raum für ihre Reflexion zu lassen Bei einem Einlassen auf künstlerische Prozesse geht es immer auch um die Erzeugung von Reflexionswissen vor allem dann wenn die Frage erlaubt ist was man da eigentlich tut wa rum und wie und ob man das in diesem Kontext über haupt darf etc Ein forschender Ansatz ist möglich Es wird gemeinsam etwas herausgefunden der Künstler ist Begleiter und Co Learner Fragen werden erzeugt Teilnehmer beun ruhigt Die Herangehensweise ist multiperspektivisch Der Ansatz ist nichtlinear Künstler können ein Lern Set ting als mäandernde tastende Suchbewegung gestalten die Sackgassen und Umwege in Kauf nimmt Ein Möglich keitsraum wird eröffnet Kognitives emotionales und soziales Lernen werden ver bunden Die Besucher werden verwickelt involviert ein Bezug zu ihren Lebenswelten wird hergestellt Dabei sollen sie nicht nur abgeholt werden das klingt immer so als stünden die da und warten auf einen Bus und man müsse sie nur einladen und mitnehmen man muss sie vielmehr aufsu chen sich zu ihnen hinbewegen sich auf sie und ihre Interessen einlassen Teilhabe und individuelle Zugänge zur Geschichte werden dadurch möglich Den Besuchern


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