Wissen. Wahrnehmung. Vermittlung. Seite 86

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Inhalt

86 DIE TAGUNG WISSEN WAHRNEHMUNG VERMITTLUNG KULTURGESCHICHTE IN DER ÖFFENTLICHKEIT Die Zusammenarbeit basierte daher auf Verhandlungen auf der Diskussion über die Frage der Offenheit des künstlerischen Prozesses Während es der historisch politischen Bildung im mer um ein spezifisches pädagogisches Ziel geht steht bei künstlerischen Projekten eher das Prozesshafte des Vorgehens die Frage an sich und die Erarbeitung einer subjektiven Posi tion im Vordergrund Wir befragen die Teilnehmer über das was da ist Hier bewegen wir uns naturgemäß auf unsicherem Terrain Bei den einzelnen Projekten und Workshops wurde mit der Materie dementsprechend unterschiedlich umgegan gen Am Anfang stand meist ein Vermittlungsblock manch mal auch in der Mitte oder am Ende ein weiterer Es wurde versucht einen Prozess in Schlaufen Vermittlung Reflexion Aktion durchzuführen Die Besonderheit der kulturellen Bildung liegt meines Erach tens eher an individualisierten Ergebnissen von Lernprozes sen Hier wird nicht erwartet dass alle gemeinsam zu glei chen Schlussfolgerungen kommen sondern es wird viel mehr Wert auf individuelle Auseinandersetzungsprozesse gelegt Die Ergebnisse dieser Auseinandersetzungen werden sichtbar gemacht und stehen so weiterhin zur Diskussion Das bildet selbstverständlich auch eine Reibungsfläche zwischen histori schem Lernen und kultureller Bildung Wir haben jedoch bei dem Projekt die Erfahrung gemacht dass diese Form des Um gangs mit historischen Inhalten für Jugendliche sehr anspre chend ist Es steigert ihre Bereitschaft sich mit historischen und gegenwärtigen Themen zu befassen Durch die Mitar beiter der Gedenkstätte wurde das Modellprojekt im Übrigen auch sehr positiv bewertet als eine wichtige Ergänzung ihrer bisherigen Gedenkstättenarbeit Æ INDIVIDUALISIERTES LERNEN


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