Wissen. Wahrnehmung. Vermittlung. Seite 82

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Inhalt

82 DIE TAGUNG WISSEN WAHRNEHMUNG VERMITTLUNG KULTURGESCHICHTE IN DER ÖFFENTLICHKEIT und ihnen Raum für die Reflexion ihrer nur schwer fassbaren Eindrücke zu geben Die Geschichte sollte hier also als Aus gangspunkt für einen persönlichen Auseinandersetzungspro zess genutzt werden Dabei wurden vor allem solche künstle rische Ansätze gewählt die auf Beteiligung angelegt sind die Kunst und Kultur als Handlungsform und als besondere Form der Kommunikation begreifen und die vor allem auch im Pro zess und nicht allein im Resultat fruchtbar werden Es geht um die gesellschaftliche Wirkung von Kunst und um eine Kunst die sich damit beschäftigt was Gesellschaft ausmacht Für uns war eine wichtige Frage Was ist die gesellschaftlich angemessene Form des Gedenkens Jugendliche kommen heute nicht unbedingt damit klar wenn sie in Bezug auf weit zurückliegende Ereignisse nur mit Zahlen und Fakten kon frontiert werden Pure Wissensvermittlung kann nicht für sich alleine stehen Damit historisches Lernen eine wirklich sinnhafte Wirkung entfalten kann ist es wichtig einen Bezug zur Gegenwart herzustellen Der Anfang von jedem Lernen nicht nur historischem Lernen bildet häufig eine Frage eine Neugier ein Wissensdrang oder schlicht die Relevanz für die eigene Lebenswelt des Lernenden Diese Relevanz stellt sich nicht automatisch ein sie will hergestellt werden In insge samt 16 Workshops und Projekten innerhalb von zwei Jahren wurde an der Verknüpfung von vergangener und gegenwärti ger Lebenswelt gearbeitet Beispielhaft möchte ich in diesem Zusammenhang näher auf das auf mehrere Monate angelegte partizipatorische Kunstprojekt Gedenkwerkstatt eingehen Gedenkwerkstatt Die Gedenkwerkstatt war ein partizipatorisches Kunstpro jekt in Rahmen des Modellprojekts kunst raum erinnerung Ç DIE GEDENKWERKSTATT IN AUSCHWITZ


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