Wissen. Wahrnehmung. Vermittlung. Seite 67

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67DIE TAGUNG WISSEN WAHRNEHMUNG VERMITTLUNG KULTURGESCHICHTE IN DER ÖFFENTLICHKEIT greifen Was gilt jenseits dieses Storytelling Kanons Ich kann nur vor einer zu starken Betonung von Emotionsargumenten warnen denn diese erweist sich langfristig oft als Strohfeuer Außerdem gebe ich zu bedenken dass bei der Auswahl von historischen Themen die für Filme verwendet werden europa weit ein sehr kleiner und vorhersagbarer Kanon von Themen genutzt wird Die medialen Erfolgserwartungen bringen dage gen ganze Themenblöcke in Vergessenheit Dr Manfred Hattendorf Ich muss schon einräumen dass wir Filmemacher natürlich nicht sicher sein können wie die Filme schlussendlich vom Zuschauer wahrgenommen werden Um den Lerneffekt zu ver stärken kann man jedoch flankierende Maßnahmen ergreifen wie etwa die Erarbeitung von verschiedenen Begleitmateria lien für einen Film die Einbindung von Fachspezialisten etc Darüber hinaus stimme ich Frau Professor Popp zu dass es auch schwarze Flecken der Geschichte gibt die schlicht und ergreifend nicht ins Format passen Natürlich spielen aber nicht zuletzt auch dies kann man durchaus bedauern die Annahmen von Programmmachern und Fördereinrichtungen über das Interesse des Publikums eine Rolle bei der Themen auswahl Allgemein muss man die Netzwerkbildung verstärken und mit verschiedenen Teams Themen und Aufgaben aufgreifen und be arbeiten Ich selbst bin immer offen und auf der Suche nach solchen Kooperationen DiskutantIn Können Sie sich vorstellen einen Film der ausschließlich aus historischen Bildvorlagen beispielsweise Kupferstichen be steht im Hauptprogramm zu realisieren Dr Manfred Hattendorf Quellen haben in Dokumentationen durchaus ihren Platz In Spielfilmen kommt es aber darauf an in nachvollziehbarer und mitreißender Weise eine Geschichte zu erzählen Dies ist aus schließlich mit unbewegtem historischen Bildmaterial sicher kaum zu leisten


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