Wissen. Wahrnehmung. Vermittlung. Seite 35

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35DIE TAGUNG WISSEN WAHRNEHMUNG VERMITTLUNG KULTURGESCHICHTE IN DER ÖFFENTLICHKEIT hohes kommunikatives Potential weshalb die meisten Besu cher nicht alleine sondern in Begleitung ins Museum gehen Man will nicht nur etwas sehen lesen und erfahren man will sich auch mitteilen gegenseitig Interessantes zeigen und da rüber sprechen Dieses kommunikative Potential wird meiner Meinung nach noch viel zu wenig genutzt Was spricht eigentlich dagegen Besucherstatements in ent sprechenden interaktiven Einheiten als Ausstellungsbestand teil zu begreifen Könnte man nicht eine Diskussionsplattform bieten die über die üblichen Grüße im Besucherbuch hinaus geht Oder müssen es immer Schülerprojekte sein die als er gänzende Maßnahme mancher Ausstellung Leben einhauchen sollen Traut man das Erwachsenen nicht mehr zu Ich weiß dass die Hochzeit der Geschichtswerkstätten inzwischen vor bei ist vielleicht ließe sich das eine oder andere innerhalb der Museen weiterführen Lohnend wäre es aus meiner Sicht alle mal Auch in den einzelnen Formaten museumspädagogischer Vermittlung muss die Beteiligung der Besucher gleich wel chen Alters und welcher Vorbildung immer ein Schwergewicht bilden Museumspädagogen dürfen sich nicht als Ersatzlehrer missverstehen sie sind vielmehr Begleiter in der Erschließung der musealen Präsentation Die Schlussfolgerungen die man daraus zieht sind dann individuell sehr verschieden Insofern schaffen das Museum und die Museumspädagogik den Rah men innerhalb dessen historische Bildung stattfinden kann Je offener und kommunikativer dieser Rahmen gestaltet ist desto eher wird die Bereitschaft sein sich auf das Museum und seine Präsentation einzulassen Das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn steht unter dem Motto Erlebnis Geschichte Anläss lich seines zehnjährigen Bestehens hat dies Bundespräsident Rau zu der Bemerkung veranlasst dass die Zeitgenossen auf manches Erlebnis wohl gerne verzichtet hätten Mit der Tuch fühlung verhält es sich wohl ähnlich Sie bezieht sich doch eher auf das Schöne und Interessante und auf das Schreckliche und Nichtverstehbare nur insoweit als es uns schaudern macht und dankbar für die geordneten Verhältnisse in denen die al lermeisten von uns leben Tuchfühlung mit der Geschichte kann man im Museum über die authentischen Zeugnisse der Vergangenheit aufnehmen Zugleich bleibt man auf Abstand


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