Wissen. Wahrnehmung. Vermittlung. Seite 32

Hinweis: Dies ist eine maschinenlesbare No-Flash Ansicht.
Klicken Sie hier um zur Online-Version zu gelangen.

Inhalt

32 DIE TAGUNG WISSEN WAHRNEHMUNG VERMITTLUNG KULTURGESCHICHTE IN DER ÖFFENTLICHKEIT Ist in gewisser Weise Geschichte immer ein Konstrukt das sich aus den Quellen und ihrer Interpretation speist wird die ses Konstruktive im Museum offensichtlich und öffnet damit Raum für Diskussion Geschichte zeigt sich im Museum als das was sie ist ein quellengestütztes menschliches Produkt keine jenseitige gute oder böse Macht Das schützt vor fal schen Gewissheiten Drittens schließlich besitzen Museen hohes Ansehen und gro ße Glaubwürdigkeit Da mag noch der Musentempel von frü her eine Rolle spielen vielleicht auch eine wissenschaftliche Seriosität die in ihrer Diktion nicht immer für jedermann ver ständlich ist Meines Erachtens beruht dieses Ansehen jedoch wesentlich auf der repräsentativen Funktion von Museen Was in ihnen ausgestellt ist gehört zu unserer Kultur und Geschich te und was fehlt ist uns vielleicht nicht so wichtig Diese drei Punkte bestimmen auch die Arbeit der Museumspädagogen als Vermittler zwischen dem Museum und seinen Besuchern Sie vermitteln zielgruppengerecht Museumswissen an die Besu cher gleich welchen Alters gleich welchen kulturellen Hinter grunds gleich welcher Vorkenntnisse Die Vermittlungsformate sind vielfältig und reichen von der klassischen Führung bis zu angeleitetem jedoch weitgehend selbstständigem Arbeiten in der Ausstellung So können Methoden der experimentellen Archäologie das Verständnis für die Lebensbedingungen in der Steinzeit fördern oder die Arbeit mit Repliken mittelalterlicher Rüstungsteile das Bild von Ritter und Krieg präzisieren Und schließlich können Musik und Literatur wichtige Ergänzungen zur musealen Präsentation bieten Mag die Erlebbarkeit von Geschichte zweifelhaft bleiben kann doch der Museumsbesuch an sich durchaus zum Er lebnis werden Interaktive Stationen können Ausstellungen beleben und sinnliche Erfahrungen ermöglichen Verständli che Ausstellungstexte erleichtern den Zugang und vertiefen die Beschäftigung mit dem Betrachteten Für all dieses sind Museumspädagogen für das Ausstellungsteam die geeigneten Partner was allerdings in den meisten Museen nach wie vor leider eher die Ausnahme denn die Regel darstellt Zentral für die Museumspädagogik bleiben immer die Objekte die unterschiedlich befragt und interpretiert werden können In


Vorschau Wissen. Wahrnehmung. Vermittlung. Seite 32