Wissen. Wahrnehmung. Vermittlung. Seite 31

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31DIE TAGUNG WISSEN WAHRNEHMUNG VERMITTLUNG KULTURGESCHICHTE IN DER ÖFFENTLICHKEIT scheinbar unangreifbar begründet werden Wer wollte Lehren aus der Geschichte schon widersprechen Um auf Tuchfühlung mit der Geschichte zu kommen sind Museen sicherlich geeignete Orte Und die Museumspädago gik bemüht sich dabei sowohl den Erwartungen der Besucher gerecht zu werden als auch die spezifischen Bedingungen des Museums zu berücksichtigen Was macht das Museum zu einem besonderen Ort der histori schen Bildung Ich denke es sind vor allem drei Punkte die in diesem Zusammenhang wichtig sind Erstens sind Muse en Orte des Realen in einer sich immer weiter entwickelnden Mediengesellschaft Als solche werden sie in den kommenden Jahrzehnten noch an Bedeutung gewinnen trotz oder gerade weil ihre Bestände auch digitalisiert zur Verfügung stehen Mit ihren authentischen Originalobjekten wirken sie einer Wahr nehmungsverschiebung entgegen die die Welt aufs animierte Bildschirmformat reduziert Mag man digitalisiert auch alle Informationen zu den Zeugnissen der Sachkultur zur Verfü gung stellen können so wirken ihre Größe Materialität und Anmutung nur in der unmittelbaren Begegnung Authentische Zeugnisse der Vergangenheit sind anschaulich Sie sind histo rische Quellen lassen sich kontextualisieren und befragen und geben so Auskunft über historische Sachverhalte Und nicht zuletzt sind sie multiperspektivisch erzählen mehr als nur eine Geschichte Zweitens Museen sind der Wissenschaft verpflichtet Neue Erkenntnisse die aus der Beschäftigung mit den Objekten er wachsen neue Sichtweisen und Bewertungen der Geschichts wissenschaften fließen in die Ausstellungsarbeit der Museen ein Das Bild das wir von der Vergangenheit haben differen ziert sich Zugleich zeigen die musealen Präsentationen auch deutlich die Beschränktheit der Mittel was nicht erhalten ist kann man nicht ausstellen Die ausgestellten Objekte stehen in Beziehung zueinander ei ner Beziehung in die sie der Kurator gestellt hat In der Zeit vor ihrer Musealisierung waren die meisten Objekte ja nicht in der Art und Weise zusammen wie sie in einer Museumsabtei lung heute präsentiert werden


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