Wissen. Wahrnehmung. Vermittlung. Seite 102

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102 ABSCHLUSS KULTUR IN DER ÖFFENTLICHKEIT ZWEI BEISPIELE VOR ORT zumindest schlüssig innerhalb des Rundgangs ausgestellt wer den können da die Raumfolgen für die man sie dezidiert ge schaffen hatte nicht wiederhergestellt wurden Gleichzeitig hat die aus der Idee einer Revitalisierung ge borene Ausweitung der Residenznutzung über die Funktion als Museum hinaus eine stetig zunehmende Vernetzung des musealen mit einem parallel laufenden kommerziellen und staatlichen Veranstaltungsbetrieb innerhalb des Schlosses in stitutionalisiert Die verschiedenen Anforderungen die sich aus dieser parallelen Nutzung benachbarter oft sogar dersel ben Räumlichkeiten ergeben ziehen für den musealen Betrieb zahlreiche spezifische Rücksichtnahmen nach sich Dazu ge hört beispielsweise dass die immanente Logik eines chrono logischen Rundgangs oder die inszenierte Dramaturgie einer Führungslinie entlang der Sammlungshöhepunkte stets abge glichen werden müssen mit den gegensätzlichen logistischen Anforderungen des parallel laufenden Veranstaltungsbetriebs Auch werden einige der hochrangigsten Museumsräume re gelmäßig gleichsam in historischer Nutzungskontinuität im Dienste staatlicher Repräsentation beansprucht mit den entsprechenden konservatorischen Problemstellungen die sich aus der Nutzung für Bankette und Ähnlichem ergeben Was sind die Kernfragen des gegenwärtigen und zukünftigen musealen Auftritts der Residenz Generell stellt sich uns bei Neuaufstellungen innerhalb des Residenzmuseums die Frage ob eine museale Inszenierung des Objekts und die museale Didaktik die Rolle der Residenz als historischer Erinnerungs ort der Landes Geschichte fokussieren sollen oder ob die adäquate ästhetisch ansprechende Präsentation der kunsthis torisch bedeutsamen Raumensembles im Mittelpunkt stehen muss Eine derartige Konzentration auf die zahllosen künstle risch überragenden und oft genug singulären Einzelobjekte er wiese sich hierbei zugleich als Strategie die die ursprüngliche Intentionen der Museumsgründer als kultur historische Po sition sichtbar macht und gegebenenfalls zur Diskussion stellt Diese grundsätzliche Weichenstellung bestimmt eine Fülle von Einzelfragen wie die Entscheidung für eine erläuternde Beschilderung oder den Verzicht darauf um stimmige Raum bilder optisch nicht zu sabotieren Gleichfalls bildet sie den


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